Erasmus+ Projekt verbindet Willich und Emmen

Internationales Marketing im Fokus

Ein innovatives Marketingprojekt führte im Rahmen des Erasmus+ Programms Schülerinnen und Schüler der Mittelstufe des Groß- und Außenhandels mit Gleichaltrigen aus den Niederlanden zusammen. Die Kernaufgabe des binationalen Teams: Die Markteinführung eines neuartigen Mietfahrrad-Konzepts für den deutschen Markt unter Berücksichtigung kultureller Besonderheiten inklusive der Entwicklung einer maßgeschneiderten Social-Media-Kampagne.

Auftakt in Willich: Kulturelle Unterschiede verstehen

Die ersten beiden Projekttage starteten am Heimatstandort in Willich. Den fachlichen und interkulturellen Impuls setzte Frau Gruner mit einem fesselnden Vortrag. Sie führte die Teilnehmenden praxisnah in die feinen, aber entscheidenden kulturellen Unterschiede zwischen Deutschland und den Niederlanden ein. Mit diesem theoretischen Fundament im Gepäck starteten die Jugendlichen direkt in die intensive Bearbeitungsphase der Fallstudie, die Frau Nöllenburg und Frau Eckert speziell für dieses Projekt entwickelt haben. In gemischten Teams wurden erste Marktanalysen durchgeführt und Konzepte für das Mietrad-Projekt skizziert.

Gegenbesuch in Emmen: Grenzüberschreitendes Marketing und finale Pitches

Ende Juni folgte der lang ersehnte Gegenbesuch im niederländischen Emmen. Neben der fortlaufenden Arbeit an der Fallstudie stand hier das Lernen von Best-Practice-Beispielen aus der Region im Fokus.

· Best-Practice im Zoo Wildlands: Die Schülerinnen und Schüler erkundeten den bekannten Abenteuerzoo WILDLANDS Emmen unter einer speziellen Marketing-Perspektive. In einer Analysephase untersuchten sie, wie der niederländische Park seine Marketingaktivitäten gezielt auf den deutschen Markt ausrichtet. Als praxisnahe Beispiele der Grenzregion fielen den Jugendlichen die vollständig deutschsprachige Website, gezielte Kooperationen mit deutschen Reiseportalen sowie die Anpassung von Werbekampagnen an deutsche Schulferien und Feiertage auf. Diese Erkenntnisse lieferten wertvolle Impulse für das eigene Projekt.

· Kulturelle Praxis: Beim gemeinsamen Backen traditioneller niederländischer Stroopwafels erlebten die Schülerinnen und Schüler die Kultur des Nachbarlandes auch kulinarisch.

· Der große Pitch: Den Höhepunkt und Abschluss des Projektes bildeten die Präsentationen. Die Teams pitchten ihre fertig ausgearbeiteten Social-Media-Kampagnen vor der Gruppe und bewiesen dabei echtes Marketing-Talent. Sie zeigten eindrucksvoll, wie man kulturelle Barrieren durch kreative digitale Strategien abbaut.

Ein voller Erfolg für Gemeinschaft und Kompetenz

Die Fahrt war in jeder Hinsicht ein voller Erfolg. Das Projekt förderte nicht nur das fachliche Verständnis für internationalen Handel und Marketing, sondern stärkte auch die Klassengemeinschaft nachhaltig. Die Teilnehmenden erhielten die wertvolle Gelegenheit, das Nachbarland abseits von Klischees auf eine ganz neue, intensive Art und Weise kennenzulernen und interkulturelle Freundschaften zu schließen.