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Die zweijährige Berufsfachschule für Kinderpfleger/innen ist eine vollzeitschulische Ausbildung, die zu einem Berufsabschluss nach Landesrecht sowie zum Erwerb des mittleren Schulabschlusses (FOR) führt.  

  

Bildungsziele 

Kinderpflegerinnen und Kinderpfleger unterstützen und begleiten das Selbstständigwerden von Kindern. Dies bezieht sich auf verschiedene Handlungsfelder, in denen Kinderpflegerinnen und Kinderpfleger professionell tätig werden können. 

Die Ausbildung vermittelt Kenntnisse und Fertigkeiten, um diese Förderung am Alter und Entwicklungsstand, an den Fähigkeiten, an der Lebenssituation sowie an den Interessen und Bedürfnissen des einzelnen Kindes zu orientieren und seine soziale und kulturelle Herkunft zu berücksichtigen.  

Im Einsatz als Kindertagespflegeperson betreuen und begleiten sie eigenständig die persönliche und soziale Entwicklung von Kindern. Sie organisieren ihre Aufgaben in Verbindung mit den örtlichen Jugendämtern bzw. den Familienzentren und gliedern sich so ein in regionale Netzwerke. 

In der Familie unterstützen sie die Eltern bei der Pflege, Versorgung, Erziehung und Förderung der Kinder.  

In den familienergänzenden Betreuungseinrichtungen wie Tageseinrichtungen für Kinder und offenen Ganztagsschulen unterstützen sie die Erzieherinnen und Erziehern in der Gestaltung der Prozesse, die das Selbstständigwerden der Kinder fördern. 

 

Aufnahme 

Die Aufnahme setzt die Erfüllung der zehnjährigen Vollzeitschulpflicht sowie den Hauptschulabschluss voraus. Außerdem ist vorzulegen: 

Eine Aufnahmeprüfung findet nicht statt. 

  

Unterricht 

Die unterrichtlichen Inhalte gliedern sich in einen berufsbezogenen sowie einen berufsübergreifenden Lernbereich. Hinzu kommt ein Differenzierungsbereich, der je nach schulischer Ausstattung wechselt. 

Berufsbezogener Lernbereich 

Um den Abschluss „Kinderpflegerin / Kinderpfleger“ zu erreichen, müssen im Rahmen der Ausbildung insgesamt 16 Wochen außerschulische Praktika abgeleistet werden. 

Berufsübergreifender Lernbereich 

Differenzierungsbereich 

  

Abschluss 

Die Ausbildung endet nach zwei Jahren und erfolgreich abgelegter Berufsabschlussprüfung mit dem Berufsabschluss „Staatlich geprüfte Kinderpflegerin“/„Staatlich geprüfter Kinderpfleger“. Dieser umfasst die fachliche Qualifikation der Kindertagespflege. 

Mit der Zulassung zur Berufsabschlussprüfung wird der mittlere Bildungsabschluss (FOR) erreicht.  

 

  

Schulische und berufliche Anschlussqualifikationen  

Zu möglichen Anschlussqualifikationen können während der Ausbildung zur Kinderpflegerin/zum Kinderpfleger die unterrichtenden Kolleginnen und Kollegen bzw. die jeweilige Bildungsgangleiter/innen Auskunft geben sowie Beratungen anbieten. 

 

Auskunft/Anmeldung 

Anmeldungen werden im Februar jeden Jahres in allen Schulbüros des Berufskollegs entgegengenommen. Dort wird auch jede weitere Auskunft gern erteilt.