Drucken
Kategorie: Berichte schulweit

 

Sehr lange schon habe ich mich auf die Reise nach Irland gefreut, denn nordische Länder interessierten mich schon immer. Ich konnte nur spekulieren was mich erwarten würde, doch ich versuchte, mir nicht so viele Gedanken darüber zu machen, denn es kommt sowieso immer anders, als man es erwartet.

IMG 20181020 102627

 

In Cork am Flughafen angekommen nahmen wir unsere Koffer vom Gepäckband und gingen Richtung Ausgang. Dort wartete eine kleine zierliche Frau Namens Magarete mit einem Pappschild mit „Green Horizon“ auf uns. Sie begrüßte uns herzlich und fuhr uns zu unseren verschiedenen Wohnhäusern. Ich hoffte, ausreichend Englischkenntnisse zu besitzen, um mich zu verständigen. Doch als Magarete zu mir sagte, dass mein Englisch gut zu verstehen sei, waren meine vorherigen Ängste direkt verflogen.

In dem Wohnhaus angekommen, lernte ich direkt einen meiner sechs Mitbewohner kennen. Sahil kommt aus Indien und ist in Cork, um sich dort ein Leben aufzubauen.

Des Weiteren waren in dem Haus eine Brasilianerin, eine Spanierin, zwei Amerikanerinnen und eine Französin. Alle waren sehr nett zu mir und wir verstanden uns prima. Man sollte nicht allzu schüchtern sein, denn so lernt man nicht die Kulturen, Kochkünste oder Sprachen und Lebensweisen anderer Länder kennen. Mir wurde in den zwei Wochen sehr viel gezeigt. Ich lernte die Küche der Inder, die Tanzkünste der Brasilianerinnen und die Offenheit der Amerikaner kennen.

Als ich meinen ersten Tag im „L`Atitude 51“, einem irischen Café, begann war ich sehr nervös. Meine Nervosität ließ aber nach als mich Beverly, meine Chefin, begrüßte. Sie hatte immer ein Lächeln auf ihrem Gesicht und war sehr lieb zu mir. Generell waren alle Angestell-ten sehr sympathisch und offen. Beverly hatte nur internationales Personal, sprich Brasilia-ner, Italiener und Franzosen. Wir tauschten uns aus und wurden sehr schnell Freunde.

Ich arbeitete als Eventmanager und auch Manager selbst in dem Café. Es hat viel Spaß gemacht, auf Englisch diese Sachen kennenzulernen. Meine Schicht begann immer um 10:30 Uhr und endete meistens gegen 5:00 Uhr. Je nachdem ob es sehr besucht oder weniger besucht war, musste ich auch mal bis 6:00 Uhr bleiben, was kein Thema für mich war, da ich viel Spaß an meiner Arbeite hatte.

Nach der Arbeit ging ich dann entweder Einkaufen und kochte oder ging in die Milchbar mit meinen Schulkollegen und aß den besten Burger, den ich je gegessen hatte, und trank den leckersten Milchshake.

Doch am allermeisten fasziniert mich die Landschaft, die wir mit dem Bus erkundeten. Wir buchten eine Tour zum „Ring of Kerry“. Es war sehr schön und mystisch zugleich und der Busfahrer erzählte uns unendlich viele Fakten über die Gegend.

20181020 124115

20181020 152839

 

Am besten in Cork gefiel mir die Offenheit der Menschen dort und deren Fest, welches zufäl-lig dort begann, als wir die letzten Tage dort verbachten. Das „Jazz Festival“ ließ mich glau-ben wir wären in der kalten Version von New Orleans. Alle tanzten und lachten, sangen und tranken. Es war ein sehr schönes Erlebnis.

Als ich meinen letzten Tag im „L´Atitude 51“ hatte umarmten mich alle und nahmen Abschied. Ich war sehr traurig diese Menschen und die Stadt schon wieder zu verlassen. Doch ich versprach ich würde wiederkommen, was ich nächsten Sommer auch tun werde. Ich kann nur jedem einen solchen Aufenthalt empfehlen.

Tim Arnz