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Kategorie: Berichte Sozialwesen

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Am vergangenen Donnerstag (18.06.2015) wurden die Schülerinnen und Schüler der Abschlussklassen HSG O1, HSG O 2, HSG O 3 und HSG O 4 feierlich verabschiedet.

Wegen der großen Zahl an erwarteten Gästen waren von den Klassen an den Tagen zuvor Zweidrittel der Sporthalle zu diesem Anlass umgestaltet worden. Für die Klassen und ihre zahlreichen Gäste waren ca. 400 Stühle eingeräumt und eine Bühne installiert worden.

 

Als sich um 16.00 Uhr die Halle gefüllt hatte, konnte Herr Schlagkamp als Bildungsgangleiter die Schülerinnen und Schüler, die Eltern, Freunde und Angehörigen der Klassen, die Lehrkräfte und den Schulleiter, Herrn Dr. Kornblum begrüßen.

In seiner Ansprache griff Herr Schlagkamp den Begriff der „head down-generation“ auf. Übersetzt heißt das: „Kopf unten-Generation“. Hiermit wird die typische Haltung vor allem junger Menschen bei der Benutzung ihres smartphones oder tablets bezeichnet. Neben der Kopfbewegung will dieser Begriff verdeutlichen, dass diese Generation so vertieft in die Nutzung dieser Geräte und der entsprechenden Programme ist, dass sie vergisst, dass das wirkliche Leben außerhalb des Bildschirms stattfindet. Man spricht davon, dass dieses Nutzungsverhalten und die damit einhergehende „Suchterscheinung“ einerseits im alltäglichen Leben zu gefährlichen Situationen führt, z.B. im Straßenverkehr, andererseits aber auch dazu, dass soziale Kontakte nur noch über technische Geräte ablaufen.

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Aber noch ein Gedanke kommt einem bei der Bezeichnung „Generation Kopf unten“ in den Sinn: In früheren Zeiten hatte der Satz „Lass´ doch nicht den Kopf hängen!“ noch eine andere Bedeutung. Angesichts einer manchmal menschenunfreundlichen und lebensfeindlichen Gesellschaft, die gerade für junge Leute wenig Zukunftsperspektive aufzeigt, wurde der herunterhängende Kopf ein Symbol für Resignation und Aussichtslosigkeit. Die eine Deutung von „Kopf unten – Generation“  trifft auf die andere: Wenn man sich nur noch auf die virtuell-digitale Welt einlässt, dann verliert man den Bezug zur Wirklichkeit. Wichtiger als Freunde bei facebook sind Freunde, denen man persönlich – von „face to face“, also von „Angesicht zu Angesicht“ begegnet. Und wenn man den Kopf hängen lässt, weil man denkt, dass es gar keine private und berufliche Perspektive für einen gibt, dann wird man in seiner traurigen Weltsicht auch verzweifeln.

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Und dann sieht man nicht, was und wer einem am meisten helfen kann. Wenn man aufschaut, wenn man von seinem smartphone oder tablet aufschaut, dann sieht man die Menschen, die einem Hoffnung geben können. Und so forderte Herr Schlagkamp die Absolventinnen und Absolventen auf: Werdet zur „Kopf hoch – Generation“, die sich nicht hängen lässt, die aufrecht durchs Leben geht und weiß, dass die schönste Technik das wahre Leben nicht ersetzen kann.

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Die Schülerin Melanie Rohde führte dann durch das weitere Programm. Die Klassenleitungen – Herr Grenzmann (HSG O 1), Herr Schlagkamp (HSG O 2), Frau Maiwald (HSG O 3) und Frau Lindner (HSG O 4) – hatten dann die Gelegenheit, die zwei Schuljahre ihrer Klassen Revue passieren zu lassen: So wurden die Eindrücke am ersten Schultag ebenso angesprochen, wie die besonderen Erlebnisse im Verlaufe der Schulzeit, wie z.B. Erinnerungen an den Unterricht, Tagesausflüge, Projekte oder Klassenfahrten. Manches war noch bekannt, anderes wurde erst durch die Ausführungen der Klassenleitungen wieder ins Gedächtnis gerufen.

Neben einem allgemeinen Dankeschön an das HSG-Kollegium, wurden vor allem die Klassenleitungen von ihren Klassen geehrt. Aber auch Frau Hoffmans, die anstelle von Frau Lindner die HSG O 4 auf der Klassenfahrt begleitete, und Frau Schlitzkus, die den Niederländisch-Kurs der HSG-Oberstufe unterrichtete, und auch Frau Maiwald als Schulsanitätsdienst-Beauftragte wurde eine gesondertes Dankeschön zuteil.

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Die eingelegte Pause wurde zu intensiven Gesprächen zwischen Schülern, Eltern und Lehrern genutzt. Für die Pause hatten die Klassen dafür gesorgt, dass Getränke und kleine Speisen vorbereitet waren. In Eigenregie bzw. mit Unterstützung der Eltern waren kleine Frikadellen, Fleischspieße und vielfältiges Gemüse zubereitet worden.

Nach einer kurzen Ansprache von unserem Schulleiter, Herrn Dr. Kornblum, wurden den Absolventinnen und Absolventen klassenweise ihre Abschlusszeugnisse überreicht. Aus jeder Klasse wurden dann noch die besten Abschlüsse gesondert hervorgehoben und prämiert.

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Insgesamt konnten 70 Schülerinnen und 8 Schüler das Zeugnis über den Abschluss des schulischen Teils der Fachhochschulreife aus den Händen von Herrn Dr. Kornblum in Empfang nehmen. Unter dem Applaus der Eltern und Gäste konnten auch die Klassen-leitungen ihren Schülerinnen und Schülern zu diesem Erfolg gratulieren.

So endete nach mehr als zwei Stunden die Zeugnisausgabefeier der diesjährigen Abschlussklassen der Höheren Berufsfachschule Sozial- und Gesundheitswesen.

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