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Am Montag, dem 03. Juni 2019 haben 11 französische Auszubildende für das KFZ-Mechatroniker Handwerk ein zweiwöchiges Praktikum in verschiedenen Ausbildungsbetrieben unseres Einzugsbereiches begonnen. Die 10 jungen Männer und eine junge Frau absolvieren ihre 3-jährige Ausbildung am Centre de Formation (CFA) des Apprentis Le Moulin Rabaud. http://www.cfa-lemoulinrabaud.com. Sie werden begleitet von zwei französischen Lehrern, die mit Rat und Tat bei der Bewältigung der Alltagsprobleme helfen.

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Für die junge Frau, Amanda Josse, ist es bereits das zweite Praktikum.
Sie war 2018 schon einmal im Autohaus Bürger und es hat ihr dort so gut gefallen, dass sie noch einmal mitgekommen ist.

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Diese Praktika während der Ausbildung sind europaweit möglich und werden finanziell gefördert durch das Europäische Förderprogramm Erasmus +. Seit ca. zehn Jahren nimmt die Fachgruppe Fahrzeugtechnik am RMBK regelmäßig an Projekten mit Partnerschulen aus Litauen, Estland, Polen, Spanien, Frankreich und Kroatien teil.

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Die Erfahrungen werden von den Auszubildenden, den betreuenden Lehrern und den teilnehmenden Ausbildungsbetrieben sehr positiv bewertet. Die anfänglichen Befürchtungen, dass die Sprachbarriere einen Lernzuwachs behindern würde, haben sich als unbegründet erwiesen. Die gemeinsame Arbeit am Fahrzeug ist hier sehr hilfreich. „Ob ich in Frankreich an einem VW Golf schraube oder in Deutschland ist egal. Golf ist Golf!“, fasste es ein Teilnehmer treffend zusammen.

 

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Es ist, nach einer ersten Gruppe in 2018, bereits die zweite Gruppe aus Limoges die durch die Vermittlung der Fachgruppe Fahrzeugtechnik am Rhein-Maas Berufskolleg (RMBK) in den hiesigen Ausbildungsbetrieben arbeiten können. Sie sind im Kolpinghaus Kempen untergebracht.

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Nach einem herzlichen Empfang im jeweiligen Ausbildungsbetrieb konnten die jungen Menschen ihre neuen Kolleginnen und Kollegen sowie die neue Arbeitsumgebung kennenlernen. Somit sind alle Grundlagen gelegt, damit sie die erlernten praktischen Fertigkeiten bei der Wartung und Instandsetzung von Automobilen anwenden und weitere Erfahrungen sammeln können.

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Besonders gut bewerteten die Ausbildungsbetriebe ihre bisherigen Erfahrungen mit den jungen Menschen, die ihre praktische Ausbildung in vollzeitschulischen Ausbildungssystemen absolviert haben.

Deshalb gibt es auch gelegentlich die höchste Anerkennung, die ein Ausbilder einem Lehrling gegenüber aussprechen kann: „Wenn du deine Gesellenprüfung bestanden hast, kannst du gerne bei uns anfangen.“

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Bei den Erfahrungen, die die Teilnehmer während der Praktika machen, hat neben dem Zuwachs an praktischen Fertigkeiten die Entwicklung der Persönlichkeit einen besonders hohen Stellenwert. Die Erkenntnis, dass man als junger Mensch in einem „fremden“ Land, weit weg von der gewohnten, heimischen Umgebung bestehen kann, hat einen unschätzbaren Wert für die zukünftige persönliche und berufliche Entwicklung.

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Neben allen persönlichen Chancen, die die Praktika für die Teilnehmer eröffnen, möchte die Fachgruppe Fahrzeugtechnik durch ihre Mitarbeit an den Förderprogrammen auch ihren Beitrag für das Zusammenwachsen eines geeinten Europas leisten.  Deshalb sind für die nächsten beiden Jahre weitere Projekte mit Kroatien, Litauen und Frankreich in der Planung.

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