Antibullying-Konventionen

Das Rhein-Maas Berufskolleg möchte eine Schule frei von Gewalt sein. Deshalb verpflichten sich bereits mit der Anmeldung unsere Schülerinnen/Schüler, ihre Erziehungsberechtigten, soweit diese noch zuständig sind, und im Falle einer Ausbildung auch die Ausbildungsbetriebe, diesem Grundsatz zu folgen.

1.

 

Ich achte in Wort und Tat die Würde meiner Mitmenschen.

2.

 

Ich leiste jeder Mitschülerin und jedem Mitschüler, die mich darum bitten, Beistand gegen Gewaltakte. Ich lasse Angefeindete nicht alleine. Dabei möchte ich Hilfe von anderen Schülerinnen/Schülern, Lehrerinnen/Lehrern, meinen Erziehungsberechtigten oder außerschulischen Einrichtungen einholen können.

3.

 

Ich bin bereit, wachsam zu sein, wenn es um seelische oder körperliche Gewalt geht, und ich schaue nicht weg, wenn ich Anwendungen von Gewalt beobachte. Auch dabei kann ich Hilfe anderer in Anspruch nehmen.

4.

 

Ich möchte mich in Verständnis anderen gegenüber üben und begegne den Fehlern anderer nachsichtig, so wie ich dies auch für mich erwarten würde.

5.

 

Ich beteilige mich nicht an der Entstehung und Verbreitung von Gerüchten. Ich unterstütze den Grundsatz: Nicht  über andere Menschen reden, sondern  mit ihnen.

6.

 

Ich will Problemen nicht aus dem Weg gehen, verpflichte mich aber, Konflikte offen, fair und gewaltfrei zu lösen.

7.

 

Ich erkläre, dass ich andere weder schikaniere, noch sie wegen ihres Aussehens, ihrer Herkunft oder besonderer Eigenarten mobbe.

8.

 

Ich unterlasse alles, was zu eigenem, aggressiven Verhalten führen könnte (z.B. die Einnahme bestimmter Drogen).

9.

 

Ich erkläre ausdrücklich, dass ich mich an die Hausordnung und die allgemeinen Gesetze halte.

Antibullying-Konzept

Das schuleigene Antibullying-Konzept des Rhein-Maas Berufskollegs besteht aus 6 Elementen:

1.

 

Die Antibullying-Konvention

Das Rhein-Maas Berufskolleg möchte eine Schule frei von Gewalt sein. Deshalb verpflichten sich bereits mit der Anmeldung unsere Schülerinnen/Schüler, ihre Erziehungsberechtigten, soweit diese noch zuständig sind, und im Falle einer Ausbildung auch die Ausbildungsbetriebe, diesem Grundsatz zu folgen. Die Konvention ist auf der Internetseite des Rhein-Maas Berufskollegs zu finden.

2.

 

Das schuleigene Streitschlichter-Modell

beschreibt die einzelnen Schritte unseres Verfahrens der Streitschlichtung. Auch dies ist auf unserer Internetseite zu finden.

3.

 

Informationen über die Antibullying-Konvention und das Streitschlichter-Modell

Zu Beginn eines jeden Schuljahres bespricht die jeweilige Klassenlehrerin/der jeweilige Klassenlehrer mit den Schülerinnen und Schülern das vorliegende Konzept. Die inhaltliche Auseinandersetzung kann auch im Politik- oder Religionsunterricht durchgeführt werden.

4.

 

Bestätigung durch die Schülerinnen/Schüler

Alle Schülerinnen und Schüler bestätigen auf einem „Sammelblatt“ per Unterschrift, dass sie neben dem Erhalt allgemeiner Informationen, wie weitere schulische Werdegänge, Hausordnung, Buchbestellungen, etc. auch über das Antibullying-Konzept informiert worden sind und der Antibullying-Konvention unbedingt Folge leisten. Das „Sammelblatt“ wird im Klassenordner hinterlegt.

5.

 

Aushänge

Die Antibullying-Konvention, das schuleigene Streitschlichter-Modell und eine Kopie des „Sammelblattes“ werden in den Klassenräumen ausgehängt.

6.

 

Informationen in SV-Sitzungen

Zu Beginn eines jeden Schuljahres stellen die Beratungslehrerinnen/-lehrer in Zusammenarbeit mit den Vertretern der Präventionsabteilungen der Kriminalpolizei das schuleigene Antibullying-Konzept vor.

Antibullying-Streitschlichtermodell

Das schuleigene Streitschlichter-Modell für das Rhein-Maas Berufskolleg in der Darstellung der einzelnen Schritte.

1.

 

Ein „Fall“ wird an die Klassenlehrerin/den Klassenlehrer, die Beratungslehrerin/den Beratungslehrer oder eine Person des besonderen Vertrauens herangetragen.

2.

 

Der „Fall“ wird an die Beratungslehrerin/den Beratungslehrer bzw. Streitschlichter weiter gegeben.

3.

 

Opfer und Täter legen ihre Darstellung des Tatvorganges jeweils schriftlich nieder und geben ihre Aussagen an die Beratungslehrerin/den Beratungslehrer/Streitschlichter weiter. Diese/dieser vergleicht die Aussagen.

4.

 

Die Beratungslehrerin/der Beratungslehrer/Streitschlichter lädt die Betroffenen (Opfer, Täter, mögl. Zeugen, Personen des Vertrauens, die mit der Schule verbunden sind)  zu einem Schlichtungs-Gespräch ein.

5.

 

Zu Beginn dieses Gespräches werden „Gesprächsregeln“ aufgestellt, wie z.B.

- Vorstellen des Personenkreises

- zeitlichen Umfang des Gespräches festlegen

- Umgang miteinander (Zuhören und Ausreden lassen können)

- Wahrung der sachlichen Ebene

- Möglichkeiten des Nachfragens zwecks besseren Verständnisses

- keine „Verbalattacken“

- Führen eines Gesprächsprotokolls, das im Klassenordner hinterlegt wird

6.

 

Mündliche Darstellung der Beteiligten, Zeugen, etc., Opfer zuerst, dann Täter. Der Sachverhalt wird durch Beratungslehrer/Streitschlichter wiederholt und durch gezieltes Fragen weiter geklärt. Die vom Konflikt Betroffenen sprechen dabei auch über ihre Gefühle und Motive und erlangen hierüber (hoffentlich) Einsicht in die Motive ihres Kontrahenten.

7.

 

Die Betroffenen halten anschließend schriftlich fest, was sie selbst bereit sind, zur Lösung des Konfliktes beizutragen. Die Lösungsvorschläge werden mit dem Schlichter besprochen.

8.

 

Die Darstellungen, Protokolle und Ergebnisse (auch wenn ein Gespräch gescheitert ist, keiner der Kontrahenten bereit ist, eigene Lösungsvorschläge zu unterbreiten oder Lösungsvorschläge anzunehmen) werden gesammelt und im Klassenordner hinterlegt. In besonders gravierenden Fällen werden die Erziehungsberechtigten und/oder der Ausbildungsbetrieb informiert.

9.

 

Die Möglichkeit weiterer Gespräche sollte eingeräumt werden.

Verantwortliche
Schulleiterin

Terbeck 

Elke Terbeck
Tel.: 02152 1467 -0
E-mail: schulleitung@rmbk.de

 

stellv. Schulleiter

Laga3

Uwe Lagac
Tel.: 02152 1467 -0
E-mail: sekretariat@rmbk.de

 
 
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